Transplantation
Was muss ich über eine Nierentransplantation wissen?
Die Transplantation einer Spenderniere ist unter den Therapiemöglichkeiten für Menschen mit Nierenversagen die erste Wahl. Das Organ wird in einer mehrstündigen Operation in den Körper eingepflanzt und übernimmt dort die Arbeit der erkrankten Niere. Die Betroffenen können wieder ein nahezu normales Leben führen.
Leider gibt es für geeignete Spendernieren eine lange Warteliste. Üblicherweise warten Patienten mehrere Jahre, in denen sie auf eine Dialyse angewiesen sind. Einzige Ausnahme sind Lebendspenden, die manchmal bereits vor dem Nierenversagen geplant und umgesetzt werden können. Hier spricht man von einer preemptiven Transplantation.
Um Abstoßungsreaktionen des Körpers zu verhindern, müssen Menschen mit einem Transplantat lebenslang Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken. Damit wird der Körper auch anfälliger für Krankheitserreger. Der Schutz vor Infektionen – zum Beispiel durch Impfungen und besondere Hygiene – ist nach der Transplantation wichtiger denn je.
Für manche Menschen ist die Transplantation keine Option – zum Beispiel wenn der Allgemeinzustand so schlecht ist, das eine größere Operation zu riskant wäre. Solche Patienten sind lebenslang auf die Dialyse angewiesen. 2010 waren nach den Daten der deutschen Stiftung für Organtransplantation nur circa 10 Prozent der Patienten mit Nierenersatztherapie auf der Transplantationswarteliste eingeschrieben.
