Influenza

Influenza

Was ist eine Grippe, was ein grippaler Infekt?

Verursacht wird die „echte“ Grippe durch sogenannte Influenzaviren – daher auch der Fachausdruck Influenza. Im Gegensatz dazu sind für den grippalen Infekt („banaler Schnupfen“) eine Vielzahl unterschiedlicher Viren verantwortlich. Sie greifen die oberen Atemwege an und können zu unterschiedlichen Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen sowie leichten Kopf- und Gliederschmerzen führen.

Eine Influenza macht vor allem durch folgende Symptome auf sich aufmerksam: Typische Anzeichen sind abruptes und zum Teil hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Husten sowie ein schweres Krankheitsgefühl. Charakteristisch ist außerdem, dass eine Influenza plötzlich auftritt und nur wenige Stunden braucht, um sich voll auszubilden.

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Grippe – eine unterschätzte Erkrankung?

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 20.000 Menschen an den Folgen einer Influenza. Besonders gefährdet sind Ältere und chronisch Kranke. Im Gegensatz dazu ist ein grippaler Infekt lästig, aber nicht lebensbedrohlich. Auch die Gefahr von Komplikationen ist bei der Influenza deutlich höher. Zu den möglichen Folgen gehören zum Beispiel Lungen- und Herzmuskelentzündungen.

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Wie stecke ich mich an?

Verursacht wird die Influenza von Viren, die vor allem durch Tröpfcheninfektion – also beim Niesen, Husten oder Sprechen – von Mensch zu Mensch übertragen werden. Aber auch der Kontakt mit Flächen, an denen Viren haften (z.  B. Händeschütteln, Berühren von Türklinken, Geld u. ä.) kann zu einer Infektion führen.

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Krankheitszeichen, Verlauf und Therapie – was kann ich tun?

Eine Influenza entwickelt sich im Gegensatz zum grippalen Infekt sehr schnell: Aus bester Gesundheit heraus kommt es innerhalb weniger Stunden zu starken Kopf- und Gliederschmerzen, hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl.

Innerhalb der ersten 48 Stunden kann eine Influenza mit speziellen Medikamenten behandelt werden. Diese hindern das Virus an der Ausbreitung und können so die Symptome einer Influenza deutlich abschwächen. Bei dem Verdacht auf eine Influenza ist es daher ratsam, so schnell wie möglich einen Arzt aufzusuchen.

Ist eine rechtzeitige Gabe von Neuraminidasehemmern nicht erfolgt, wird eine Influenza symptomatisch mit fiebersenkenden und schmerzstillenden Mitteln behandelt. Gegen mögliche Folgeinfektionen wie Lungenentzündungen werden Antibiotika eingesetzt.

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Wer ist besonders gefährdet?

Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie ältere Menschen über 60 Jahre sind besonders gefährdet, an der Virusgrippe schwer zu erkranken. Unabhängig vom Alter sind Menschen mit chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge und des Immunsystems ebenfalls durch einen besonders schweren, manchmal tödlichen Verlauf bedroht.

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Die Impfung – was sollte ich wissen?

Die vorbeugende Impfung gegen Grippe bietet derzeit den wirksamsten Schutz vor der Erkrankung. Der Grippe-Impfstoff besteht aus inaktivierten Erregern.

Grippeviren ändern sich laufend – das bedeutet, dass jedes Jahr neue Virusvarianten entstehen. Weltweit werden die Erreger ständig überwacht und die Zusammensetzung des Impfstoffs wird, basierend auf den Empfehlungen der WHO für die nördliche Hemisphäre, jährlich neu angepasst. Die Impfung sollte regelmäßig im Herbst, vor Beginn der Grippesaison, durchgeführt werden um einen optimalen Schutz zu erreichen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die jährliche Grippeimpfung für folgende Gruppen:

  • Alle Personen über 60 Jahre
  • Schwangere ab dem  2. Trimenon
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen (wie z. B. Diabetes, Asthma, Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen, Multiple Sklerose, Immundefekte oder HIV-Infektion)
  • Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko (medizinisches Personal oder Menschen in Berufen mit starkem Publikumsverkehr)
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel oder Wildvögeln
  • Personen, die als Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können


(Quelle: Epidemiologisches Bulletin des Robert-Koch-Instituts, 2. August 2010)

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Epidemie, Pandemie – was ist das?

Von einer Grippeepidemie oder „Grippewelle“ spricht man, wenn ca. 10-20 Prozent der Bevölkerung infiziert sind und die Ausbrüche lokal begrenzt bleiben. Sind hingegen mehrere Länder oder gar die gesamte Welt von einem veränderten Influenzavirus mit neuen Eigenschaften betroffen, so spricht man von einer Pandemie.

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"Neue" Grippe – was versteht man darunter?

Grippeviren sind extrem wandelbar und sehen in jeder Grippesaison ein wenig anders aus. Aus diesem Grund muss auch der Impfstoff jedes Jahr an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Neben diesen jährlichen Schwankungen gibt es bei Grippeviren aber auch größere Mutationen. Dies war zum Beispiel bei der „Neuen“ Grippe oder Schweinegrippe im Jahr 2009 der Fall. Das verantwortliche Virus vereinte Bestandteile verschiedener Influenzaviren –auch solcher, die bisher ausschließlich im Tierreich vorgekommen waren. Für das menschliche Immunsystem war dieses Virus gänzlich unbekannt. Daher konnte es sich rasant über mehrere Kontinente hinweg und sogar jenseits der eigentlichen Grippesaison ausbreiten.

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Wie kann ich mich schützen?

Die einzige Möglichkeit, sich vor Influenza zu schützen, ist die Impfung. Die Schutzimpfung ist die wirksamste und sicherste Maßnahme zur Bekämpfung der Erkrankung.

Begleitend helfen eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung, das Immunsystem zu stärken. Auch hygienisches Verhalten z. B. beim Niesen (Hand vor den Mund halten) und häufigeres Händewaschen ist sinnvoll.

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Weiterführende Informationen

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, dass die Inhalte dieser Website eine allgemeine Information darstellen, jedoch keinesfalls den Arztbesuch ersetzen. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Robert Koch Institut

Aktuelle Informationen zur Grippesituation und Impfempfehlungen finden Sie hier.