Impfen - persönliche Vorsorge

Impfen

Warum impfen?

Schutzimpfungen sind die besten Vorsorgemaßnahmen, die der Medizin gegen Infektionskrankheiten zur Verfügung stehen. Moderne Impfstoffe bestehen aus abgeschwächten (Lebendimpfstoff) oder abgetöteten (Totimpfstoff) Krankheitserregern. Die Impfung regt das Immunsystem zur Bildung von spezifischen Abwehrstoffen (Antikörpern) an. Diese Abwehrstoffe führen bei einer nachfolgenden Infektion dazu, dass die Krankheit nicht oder nur abgeschwächt zum Ausbruch kommt.

Krankheiten, die durch eine Impfung vermeidbar wären, können manchmal schwere Komplikationen nach sich ziehen, bleibende Schäden verursachen oder gar zum Tod führen. Durch Schutzimpfungen werden solche Risiken minimiert.

Impfungen schützen aber nicht nur den Einzelnen, sondern verhindern auch die weitere Ausbreitung einer Erkrankung in der Bevölkerung. Hohe Durchimpfungsraten in einer Gesellschaft können zur Ausrottung einer bestimmten Erkrankung führen. Ein gelungenes Beispiel ist die Kinderlähmung (Poliomyelitis), die heute in Deutschland praktisch nicht mehr vorkommt.  

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Wie funktionieren Impfungen?

Bei einer Impfung wird das Immunsystem mit unschädlich gemachten Erregern bzw. mit harmlosen Teilen der Viren oder Bakterien in Kontakt gebracht. Das Immunsystem „merkt“ sich dadurch charakteristische Strukturen (Antigene) des Krankheitserregers und kann bei einem späteren Kontakt mit diesen Erregern sehr schnell und effektiv die körpereigene Abwehr mobilisieren.

Die Folge: Nach einer Infektion mit einem Erreger, der dem Körper aufgrund einer Impfung bekannt ist, bricht die Krankheit gar nicht oder nur extrem abgeschwächt aus.

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Haben Impfungen Nebenwirkungen?

Nach einer Impfung, die durch eine Injektion verabreicht wird, kann es an der Impfstelle zu einer Rötung oder Schwellung kommen, die von kurz andauerndem Fieber begleitet werden kann. In der Regel klingen diese Nebenwirkungen in wenigen Tagen ab. Schwere Komplikationen sind heute die absolute Ausnahme.

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Wer soll geimpft werden?

Grundsätzlich sollte jedes Kind und jeder Erwachsene vor vermeidbaren Infektionskrankheiten durch Impfungen geschützt werden. Zur Erreichung eines umfassenden Schutzes vor gewissen Infektionskrankheiten sollten Kinder möglichst früh geimpft werden. Um einen ausreichenden Impfschutz bei Erwachsenen zu gewährleisten, ist es notwendig, gewisse Auffrischungsimpfungen regelmäßig durchzuführen. Welche Impfungen notwendig sind, sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Vor Fernreisen ist es empfehlenswert, sich über die notwendigen Impfungen ausführlich zu informieren. In manchen Ländern sind Impfungen verpflichtend, und der Nachweis einer bestimmten Impfung Voraussetzung für die Einreise. Nähere Informationen hierzu liefert das Centrum für Reisemedizin (CRM).

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Standardimpfungen – welche sind das?

Als Standardimpfungen werden diejenigen Impfungen bezeichnet, die unabhängig von Wohnort und Lebensumständen für alle Menschen in Deutschland wichtig sind.

Festgelegt werden die Standardimpfungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI). Die Empfehlungen werden Jahr für Jahr überprüft und gegebenenfalls verändert bzw. angepasst.

Zu den derzeitigen Standardimpfungen in Deutschland zählen Impfungen zum Schutz vor Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Haemophilus influenzae Typ B, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Hepatitis B, Pneumokokken, Meningokokken, Masern, Mumps, Röteln, Varizellen (Windpocken) und humane Papillomaviren (für Mädchen). Menschen ab dem 60. Lebensjahr sollten zusätzlich jedes Jahr gegen die saisonale Influenza geimpft werden.

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Indikationsimpfung – was ist das?

Eine Indikationsimpfung ist nicht für alle Menschen relevant, sondern betrifft vor allem Personen, die durch ihren Aufenthaltsort, ihr Freizeitverhalten oder ihren Lebensstil ein erhöhtes Risiko für eine bestimmte Erkrankung tragen.

Auch Reiseimpfungen können in diesem Sinne als Indikationsimpfungen bezeichnet werden.

Eine typische Indikationsimpfung ist die Impfung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese wird von der STIKO für alle Personen empfohlen, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen oder in ein solches verreisen und dort mit Zecken in Kontakt kommen können.

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Kostenübernahme – wer zahlt?

Standardimpfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen für die in den Impfempfehlungen vorgesehenen Altersgruppen übernommen.

Eine Indikationsimpfung wie die FSME-Impfung wird ebenfalls von den Kassen für die betroffenen Personengruppen bezahlt. Die meisten Kassen bezahlen die Impfung mittlerweile auch für Personen, die in ein FSME-Risikogebiet verreisen. Ähnliches gilt für viele Reiseimpfungen, beispielsweile gegen Gelbfieber oder Cholera.

Eine Liste der Krankenkassen und Indikations- und Reiseimpfungen, die von ihnen übernommen werden, hat das Centrum für Reisemedizin (CRM) unter folgender Adresse zusammen gestellt:

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Weiterführende Informationen

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, dass die Inhalte dieser Website eine allgemeine Information darstellen, jedoch keinesfalls den Arztbesuch ersetzen. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

www.zecken.de

Erfahren Sie mehr über Zecken und von ihnen übertragene Krankheiten.

zecken.de