FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis

FSME

FSME – eine Krankheit mit Folgen?

Gegen die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) gibt es keine ursächliche Therapie. Es existieren demnach keine Medikamente gegen das Virus als solches. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, lassen sich nur noch die Symptome behandeln.

Je nach Schwere der Erkrankung kann es zu unterschiedlich ausgeprägten Spätfolgen kommen. Die leichteste klinische Form der FSME ist die Hirnhautentzündung, gefolgt von einer Gehirnentzündung und schließlich einer Beteiligung des Rückenmarks. Je schwerer die FSME verläuft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Spätfolgen bis hin zur Pflegebedürftigkeit. Aber auch bei leichteren Verläufen klagen viele Betroffene im Anschluss über Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche und andauernde Kopfschmerzen.

1 bis 2 Prozent der Patienten sterben.

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Wie kann ich mich infizieren?

Das FSME-Virus wird in erster Linie von Zecken auf den Menschen übertragen. Es sind jedoch auch einige wenige Fälle bekannt, bei denen der Genuss roher Milch von FSME-infizierten Kühen oder Ziegen die Krankheit ausgelöst hat.

FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecke. Nach einem Stich können die Viren sofort in die Wunde übergehen. Auch wenn man eine Zecke sofort entfernt, schützt das nicht gegen eine FSME. Es gilt aber: Je länger die Zecke  saugt, umso höher ist das Risiko sich mit weiteren von Zecken übertragenen Erregern zu infizieren.

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Wie kann ich mich schützen?

Die sicherste Maßnahme zum Schutz vor FSME ist die Impfung. Um zusätzlich das Risiko für andere von Zecken übertragene Erkrankungen zu reduzieren, sollten festgesogene Zecken schnell entfernt werden. Außerdem empfiehlt es sich, einige Regeln zum Vermeiden von Zeckenstichen zu beachten, auch wenn diese keinen sicheren Schutz garantieren können:

  • Vermeiden Sie den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz.
  • Tragen Sie geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen.
  • Ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine – denn Zecken sitzen hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern.
  • Helle Kleidung ist günstiger als dunkle. Zecken kann man gut darauf erkennen und noch vor einem Stich entfernen.
  • Verwenden Sie insektenabweisende Mittel. Diese helfen zumindest eine Weile.  Aber auch sie stellen keinesfalls einen sicheren Schutz vor Zecken dar.
  • Suchen Sie Ihren ganzen Körper nach Zecken ab, nachdem Sie sich in der Natur aufgehalten haben. Zecken sind winzig klein und krabbeln auf dem Körper und der Kleidung herum, um eine geeignete Einstichstelle für das Blutsaugen zu finden. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollten Sie sich an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt nach Zecken absuchen.
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Wie wird eine FSME-Impfung durchgeführt?

Grundsätzlich lässt sich eine Grundimmunisierung gegen FSME zu jedem beliebigen Zeitpunkt beginnen. Der beste Zeitpunkt ist allerdings der Winter:  In den Wintermonaten ist die Zeckengefahr am geringsten und der Impfschutz ist im darauf folgenden Frühjahr komplett.

Für eine FSME-Impfung werden drei Injektionen benötigt, wobei die ersten beiden Impfungen regulär im Abstand von ein bis drei Monaten durchgeführt werden können. Nach den ersten beiden Injektionen besteht bereits ein guter Schutz für die anstehende Zeckensaison. Eine dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten schließt die so genannte Grundimmunisierung ab und verleiht einen Schutz für mindestens drei Jahre.
Für einen kontinuierlichen und sicheren Schutz sollte dann eine Auffrischimpfung alle drei bis fünf Jahre erfolgen – da genügt eine Impfung, der sogenannte Booster. Die weiteren Boosterimpfungen für Personen unter 50 Jahren können im Abstand von bis zu 5 Jahren gegeben werden. Über 50-Jährige sollten regelmäßig alle 3 Jahre Booster-Impfungen erhalten.

Es besteht die Möglichkeit, einen schnellen Impfschutz zu erhalten, z. B. wenn man im Sommer in einem FSME-Risikogebiet Urlaub machen möchte oder im Winter die Impfungen verpasst hat. Dafür gibt es ein spezielles Impfschema, das einen schnellen vorübergehenden Schutz verleiht. Dabei werden z. B. im Abstand von 14 Tagen zwei Impfungen gegeben, die für einen Impfschutz für eine Saison ausreichend sind.
Zum Arzttermin ist auf jeden Fall der Impfpass mitzunehmen.

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Hat die FSME-Impfung Nebenwirkungen?

Impfstoffe gehören zu den sichersten Arzneimitteln. Sie werden unter höchsten Sicherheits- und Hygienestandards hergestellt und unterliegen einer ständigen Kontrolle. Moderne FSME-Impfstoffe für Kinder und Erwachsene wurden millionenfach in ganz Europa verimpft und werden von allen Altersgruppen gut vertragen.  Ursächlich durch die FSME-Impfung hervorgerufene gravierende Nebenwirkungen wie bleibende Impfschäden oder gar Todesfälle sind mit den seit Jahren auf dem Markt befindlichen modernen FSME-Impfstoffen nicht bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, bestätigt. Die FSME-Impfung ist hinsichtlich ihrer Verträglichkeit mit anderen Impfungen wie Tetanus vergleichbar, wobei letztere sogar deutlich häufiger der Auslöser von lokalen Schmerzen ist.

Milde Impfreaktionen können indes auftreten und sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem auf die verabreichte Impfung reagiert und einen wirksamen Schutz aufbaut. Zu den Impfreaktionen gehören leichte Rötungen und Schwellungen um die Injektionsstelle oder erhöhte Temperatur. Diese Symptome klingen nach wenigen Stunden bis Tagen wieder ab.
Bei Symptomen, die nach einer Impfung auftreten können, muss geklärt werden, ob sie in einem ursächlichen oder lediglich im zufälligen zeitlichen Zusammenhang mit der durchgeführten Impfung stehen.

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Reisen – woran muss ich denken?

Die FSME ist eine Erkrankung, die nicht gleichmäßig über alle Regionen in Europa verteilt vorkommt, sondern in bestimmten Gebieten gehäuft auftritt. Wer in solche sogenannten Risikogebiete vereist und dort mit Zecken in Kontakt kommen könnte, sollte sich gegen FSME impfen lassen.

Vor einer Reise sollte man sich daher über den FSME-Status des Reiseziels informieren. Innerhalb Deutschlands ist vor allem der Süden von FSME betroffen, also die Länder Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch Teile von Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz gehören zu den FSME-Risikogebieten.

In Europa sind vor allem die baltischen Staaten, Ungarn, Österreich und die Tschechische Republik betroffen. Auch in Russland ist die FSME ein bedeutendes Gesundheitsproblem.

Reisende können sich auf www.zecken.de über die aktuellen FSME-Risikogebiete in Deutschland und Europa informieren.

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Wer übernimmt die Kosten für die Impfung?

Für Menschen, die in einem FSME-Risikogebiet leben, wird die Impfung gegen FSME von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Inzwischen bezahlen viele Kassen die FSME-Impfung auch für Reisende in ein Risikogebiet inner- oder außerhalb Deutschlands. Eine Liste der entsprechenden Kassen hat das Centrum für Reisemedizin (CRM) unter www.crm.de/krankenkassen veröffentlicht.

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Zecken – welche Krankheiten übertragen sie noch?

Die häufigste von Zecken übertragene Erkrankung ist die Borreliose. Ihr Vorkommen ist nicht auf bestimmte Risikogebiete konzentriert sondern betrifft alle Regionen, in denen Zecken vorkommen.  Im Gegensatz zur FSME wird die Borreliose von Bakterien verursacht und kann daher mit Antibiotika behandelt werden.

Das wichtigste Kennzeichen für eine Borreliose ist eine ringförmige Rötung rund um die Einstichstelle. Unbehandelt kann es daraufhin zu Symptomen wie Schmerzen, Gelenkbeschwerden oder Gesichtslähmungen kommen. Auch in späten Stadien kann die Borreliose grundsätzlich mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings ist die Behandlung umso schwieriger, je später die Krankheit erkannt wird.

Weitere von Zecken übertragene Erkrankungen sind die Babesiose, die Ehrlichiose und Rickettsiose. Diese sind aber nur zum Teil für den Menschen von Bedeutung oder kommen nur sehr selten vor. Mehr Informationen zu seltenen von Zecken übertragenen Erkrankungen finden Sie unter http://www.zecken.de

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Weiterführende Informationen

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, dass die Inhalte dieser Website eine allgemeine Information darstellen, jedoch keinesfalls den Arztbesuch ersetzen. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

www.zecken.de

Erfahren Sie mehr über Zecken und von ihnen übertragene Krankheiten.

zecken.de